Sehenswürdigkeiten in Singapur: Meine 22 Highlights für den Little Red Dot
Singapur mag klein sein, doch langweilig? Keineswegs! Die Metropole ist voller Höhepunkte, die jeden Städtetrip unvergesslich machen.
In meiner Einführung erfährst Du, warum Singapur weit mehr ist als ein Finanzzentrum und was es mit dem Kosenamen Little Red Dot auf sich hat.
Außerdem gebe ich Dir einen Ausblick, welche Sehenswürdigkeiten in Singapur Dich in den kommenden Abschnitten erwarten. Bereit für eine virtuelle Entdeckungstour? Los geht’s!
Singapur kompakt!
Singapur – oft als sterile Bankenmetropole verkannt – hat so viel mehr zu bieten, als man auf den ersten Blick denkt. Die Stadt ist ein multikultureller Schmelztiegel voller Kontraste: Futuristische Skylines treffen auf farbenfrohe Tempel, Streetfood-Paradiese auf Luxus-Shoppingmalls. Auf der Weltkarte mag Singapur nur ein kleiner Punkt sein, ein „Little Red Dot“. Doch dieser Punkt steckt voller Leben und Überraschungen.
Der Spitzname Little Red Dot kommt übrigens daher, dass Singapur auf vielen Karten nur als winziger roter Punkt auftaucht. Und dennoch findest Du hier eine ganze Welt im Mini-Format. Von historischen Vierteln über spektakuläre Gärten bis hin zu architektonischen Wunderwerken – Singapur vereint auf kleinstem Raum eine unglaubliche Vielfalt an Attraktionen. Gerade Asien-Einsteiger schätzen die Stadt: Singapur ist sauber, sicher, englischsprachig – Asien light im besten Sinne.
In diesem Artikel stelle ich Dir meine 22 Singapur Highlights vor – persönliche Favoriten, die Dir die Stadt von ihrer spannendsten Seite zeigen. Dich erwarten tipptopp Aussichtsplattformen, geheime Foodie-Hotspots und kulturelle Juwelen.
Meine Top 5 Singapur Sehenswürdigkeiten
1. Marina Bay Sands SkyPark – Panorama-Blick mit Gänsehaut-Faktor
Das Marina Bay Sands ist wohl das bekannteste Gebäude Singapurs – drei Hoteltürme, gekrönt von einer schiffsartigen Plattform. Als ich zum ersten Mal auf dem SkyPark im 57. Stock stand, blieb mir vor Staunen der Mund offen
In 200 Metern Höhe erwartet Dich ein 360°-Panorama, das seinesgleichen sucht. Du blickst auf die glitzernden Wolkenkratzer der Downtown, den Hafen und die grünen Oasen der Stadt. Sightseeing Singapur aus der Vogelperspektive – hier oben wird es Realität.
2. Gardens by the Bay – Futuristische Gärten und Supertrees
Direkt neben dem Marina Bay Sands erstrecken sich die Gardens by the Bay, ein 101 Hektar großer Park der Superlative. Futuristische Baumriesen, die sogenannten Supertrees, ragen bis zu 50 Meter in den Himmel.
Als ich zwischen ihnen umherspazierte, fühlte ich mich wie in einem Sci-Fi-Märchenwald. Tagsüber beeindruckt die botanische Vielfalt – von Orchideen bis zu Kakteen – und abends verwandelt sich der Supertree Grove in ein Meer aus Lichtern.
Bei der kostenlosen Garden Rhapsody Show synchronisieren sich Musik und Lichter zu einer magischen Atmosphäre. Gänsehaut!
Neben den Supertrees gibt es zwei riesige Gewächshäuser: den Flower Dome mit Blüten aus aller Welt und den Cloud Forest (Nebelwald) mit dem höchsten Indoor-Wasserfall der Welt. Die klimatisierten Kuppeln sind ein Segen, wenn draußen die Tropensonne brennt – und ein Highlight für Pflanzenliebhaber.
3. Merlion Park – Das Wahrzeichen mit Löwenkopf und Fischkörper
Kein Besuch in Singapur ohne ein Foto mit dem Wahrzeichen der Stadt: dem Merlion. Die weiße Statue mit dem Kopf eines Löwen und dem Körper eines Fisches bzw. einer Meerjungfrau steht im Merlion Park direkt am Ufer der Marina Bay. Sie spuckt unermüdlich eine Wasserfontäne in die Bucht und bewacht symbolisch die Stadt.
Warum Löwe und Fisch? Der Löwe steht für “Singha” (aus dem Sanskrit, Namensgeber Singapurs als “Löwenstadt”), der Fisch für die maritime Vergangenheit als Fischerdorf. Ein perfekt versinnbildlichtes Stück Stadtgeschichte!
Als ich das erste Mal vor dem Merlion stand, musste ich schmunzeln: Rund um mich herum versuchten Touristen, das perfekte Foto zu schießen – ob klassisch oder mit witzigen Posen. Ja, auch ich habe versucht, das Wasser “aufzutrinken”.
Von hier hast Du übrigens auch einen tollen Blick auf die Marina Bay Sands Towers gegenüber.
4. Chinatown – Tempel, Streetfood und Tradition
Singapurs Chinatown ist ein Fest für alle Sinne. Bunte Lampions spannen sich über engen Gassen, es duftet nach Räucherstäbchen und gebratenen Nudeln, und überall gibt es etwas zu entdecken.
Chinatown ist nicht nur ein Einkaufsviertel für Souvenirs (obwohl Du hier günstig schöne Mitbringsel findest), sondern vor allem kulturell spannend. Im prachtvollen Buddha Tooth Relic Temple etwa kannst Du einen Blick auf einen heiligen Zahn Buddhas werfen – ob echt oder nicht, die Atmosphäre in dem roten Tempel ist beeindruckend. Gleich um die Ecke steht der Sri Mariamman Tempel, der älteste Hindu-Tempel Singapurs, mit einer Fülle an bunten Götterstatuen am Eingangstor.
Als ich dort war, habe ich mich durch die Hawker Stalls der Maxwell Food Centre probiert – vom Hainanese Chicken Rice (Nationalgericht!) bis zum erfrischenden Zuckerrohrsaft.
5. Little India – Farbenrausch und curryscharfe Aromen
Willkommen in Little India, einem Viertel, das seinem Namen alle Ehre macht. Kaum steigst Du aus der MRT-Station, umhüllen Dich fremde Düfte: Curry, Jasminblüten, Räucherstäbchen. Die Straßen sind gesäumt von Geschäften, die Saris, Gewürze oder goldenen Schmuck verkaufen.
Ich fühlte mich plötzlich wie auf dem Subkontinent – der Trubel, die bunten Fassaden, Bollywood-Musik aus den Läden: Little India ist ein kleiner Kulturschock im positiven Sinne.
Bekanntestes Fotomotiv ist das Haus von Tan Teng Niah, eine einstige chinesische Villa, die quietschbunt in allen Regenbogenfarben gestrichen ist. Wirklich instatauglich! Einen Kontrast dazu bildet der Sri Veeramakaliamman-Tempel, ein Hindutempel, der der Göttin Kali geweiht ist – sein Eingangsturm ist übersät mit bunt bemalten Götterfiguren.
6. Kampong Glam – Arab Street & Haji Lane
Kampong Glam ist das malaiisch-arabische Viertel Singapurs – und eine meiner liebsten Gegenden zum Bummeln. Hier steht die majestätische Sultan-Moschee mit ihrer goldenen Kuppel, die in der Sonne glänzt. Schon von weitem sieht man sie über den niedrigen Shophouses thronen.
Die Muscat Street führt direkt darauf zu, gesäumt von Palmen – ein Anblick wie aus 1001 Nacht. Ich war beeindruckt, wie friedlich und doch lebendig die Atmosphäre dort ist: Tagsüber beten Gläubige, Touristen fotografieren die Architektur, und abends sitzen Leute in den arabischen Restaurants und rauchen Shisha.
Nur ein paar Schritte weiter tauchst Du dann in eine ganz andere Welt ein: die Haji Lane. Dieses Gässchen ist Streetart-Galerie und Hipstermeile zugleich. Bunte Wandmalereien überall – ich konnte gar nicht aufhören, Fotos zu machen. Stylishe Boutiquen, gemütliche Cafés und Bars mit Livemusik reihen sich hier aneinander.
7. Singapore Flyer – Riesenrad-Runde über der Stadt
Einmal gemütlich im Kreis drehen und dabei die ganze Stadt überblicken? Steig ein in den Singapore Flyer! Dieses Riesenrad – mit 165 Metern Höhe eines der größten der Welt – dreht seine Runden gemächlich am Rande der Marina Bay.
In den klimatisierten Glasgondeln kannst Du etwa 30 Minuten lang den Ausblick genießen, während einige der Attraktionen von Singapur wie der Merlion, das Marina Bay Sands und sogar die indonesischen Inseln am Horizont auftauchen.
8. Esplanade – Die Durian-Oper am Wasser
Was hat eine Stinkfrucht mit einem Opernhaus gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht viel – doch Singapur beweist Dir mit der Esplanade – Theatres on the Bay, dass selbst eine Durian zum architektonischen Highlight werden kann. Schon von weitem grinste ich übers ganze Gesicht, als ich die zwei riesigen, stacheligen Kuppeln am Ufer der Marina Bay erkannte.
Singapur Sehenswürdigkeiten der besonderen Art: Die Einheimischen nennen das Gebäude liebevoll “Durian”, und tatsächlich erinnert die Fassade an die berüchtigte Frucht. Im Inneren erwartet Dich allerdings kein strenger Geruch, sondern ein hochmodernes Opern- und Konzerthaus mit Weltklasse-Akustik.
9. Helix Bridge – Architektur trifft Aussicht
Hast Du schon einmal das Gefühl gehabt, durch Deine eigene DNA zu spazieren? Auf der Helix Bridge in Singapur kam ich mir genau so vor – und war begeistert. Diese futuristische Fußgängerbrücke windet sich in Doppelhelix-Form über die Marina Bay und verbindet den Stadtkern mit dem spektakulären Marina Bay Sands.
Tagsüber beeindruckt die Konstruktion durch ihre filigrane Stahlstruktur. Doch sobald die Sonne untergeht, erwacht die Brücke erst richtig zum Leben.
In der Dämmerung schaltet sich ein faszinierendes Lichterspiel ein – blaue und violettfarbene LED-Bänder, die der Helix einen magischen Glow verleihen. Kein Wunder, dass die Helix Bridge zu den beliebtesten Spots für Sightseeing in Singapur zählt – nachts ist sie einfach unvergleichlich schön.
10. Buddha Tooth Relic Temple – Ein Tempel wie aus dem Film
Einen echten Zahn Buddhas sehen – klingt nach einer Szene aus Indiana Jones, oder? Tatsächlich behauptet der Buddha Tooth Relic Temple in Singapur, genau dieses Heiligtum zu beherbergen.
Als ich das erste Mal vor dem vierstöckigen, rot-goldenen Pagodenbau im Herzen von Chinatown stand, traute ich meinen Augen kaum: So viel Detailverliebtheit, so viele leuchtende Farben und filigrane Verzierungen, dass ich mich fühlte wie in einen historischen Film versetzt.
Drinnen wurde ich sogleich von einem intensiven Duft nach Räucherstäbchen empfangen. Im Erdgeschoss hallten leise Mantra-Gesänge durch die Haupthalle, wo unzählige goldene Buddha-Statuen im Schein der Lampions schimmerten.
Im obersten Stockwerk wartet dann das Herzstück: ein prunkvoller Schrein aus massivem Gold, in dem der legendäre Zahn liegen soll. Zu sehen bekommst Du ihn allerdings nur aus der Distanz hinter Glas – falls überhaupt, denn der Zugang zum Relikt ist streng limitiert.
Mein Tipp: Plane Deinen Besuch am Vormittag, wenn der Tempel weniger voll ist und Du in Ruhe alles anschauen kannst. Denk daran, Dich respektvoll zu kleiden – Schultern und Knie sollten bedeckt sein (zur Not werden am Eingang auch Sarongs zum Ausleihen angeboten). Fotografieren ist erlaubt, aber bitte ohne Blitz, um die andächtige Stimmung nicht zu stören. Nimm Dir Zeit, auch das Museum im zweiten Stock zu erkunden: Hier erfährst Du spannende Hintergründe zur buddhistischen Kultur in Singapur. Und ganz oben nicht den Dachgarten verpassen! Dort drehen sich bunte Gebetsmühlen im Wind und schenken Dir einen Moment der Ruhe über den Dächern von Chinatown.
11. Sri Mariamman Temple – Farbenfrohes Hindu-Heiligtum
Hast Du schon einmal einen Tempel gesehen, der aussieht, als hätte jemand einen Farbkasten darüber ausgeschüttet? Der Sri Mariamman Temple, mitten in Chinatown, zieht Dich mit seinem bunten Anblick sofort in den Bann.
Über dem Eingang ragt ein pyramidenförmiger Turm (Gopuram) in den Himmel, bedeckt mit dutzenden kunstvoll geschnitzten Götterfiguren in allen Farben des Regenbogens. Ich blieb erst mal mit offenem Mund davor stehen und ließ meinen Blick von unten nach oben wandern.
Drinnen geht das Staunen weiter: Im Innenhof des Tempels tummeln sich Gläubige, die Opfergaben wie Blumen und Kokosnüsse darbringen. Eine warme Mischung aus Räucherstäbchen-Duft, dem Klang klingelnder Tempelglöckchen und dem Murmeln von Gebeten erfüllt die Luft.
12. Haji Lane – Singapurs coolste Straße
Lust auf Streetart, hippe Läden und einen Hauch von Arabien? Dann nichts wie hin zur Haji Lane – für mich ganz klar Singapurs coolste Straße! Mitten im muslimischen Viertel Kampong Glam gelegen, ist diese schmale Gasse ein kunterbunter Kontrast zum glitzernden Finanzdistrikt.
Schon beim Betreten der Lane fühlte ich mich wie in eine andere Welt versetzt: Bunte Wandgemälde schreien förmlich nach Deiner Kamera, aus kleinen Boutiquen dröhnt Indie-Musik und ein herrlicher Duft von frisch gebrühtem Kaffee liegt in der Luft. Sightseeing Singapur mal anders – nämlich kreativ und super entspannt.
Und natürlich wanderte mein Blick ständig über die Wände: Jedes Graffiti und jedes Mural hier ist ein kleines Kunstwerk, das die multikulturelle Seele Singapurs widerspiegelt. Instagram-Hotspot? Aber ja!
13. Fort Canning Park – Ruhe im Grünen mit Geschichte
Brauchst Du mal eine Verschnaufpause vom Großstadtdschungel? Dann ab in den Fort Canning Park – eine grüne Oase voller Geschichte mitten in Singapur. Kaum steige ich die ersten Stufen hinauf auf den Hügel, umgeben von riesigen tropischen Bäumen und Vogelgezwitscher, vergesse ich fast, dass nur ein paar Meter weiter der Verkehr der City tost.
Stattdessen fühle ich mich wie in einem Mini-Dschungel: Schattige Pfade führen vorbei an duftenden Ingwerblüten und alten Mauern – Überreste einer kolonialen Festung. Hier kannst Du wunderbar durchatmen und zugleich spannende Kapitel der Stadtgeschichte entdecken.
14. Hawker Centers – Streetfood-Paradies für Feinschmecker
Wenn Du Singapur wirklich schmecken willst, führt kein Weg an den Hawker Centres vorbei. Diese offenen Food-Hallen sind das kulinarische Herz der Stadt. Dutzende Stände unter einem Dach bieten hier frisch zubereitete Gerichte aus allen Küchen Asiens – und das zu unglaublich günstigen Preisen.
Ich gerate jetzt noch ins Schwärmen, wenn ich an meine Besuche denke: morgens fluffige Kaya-Toast und Kopi zum Frühstück, mittags eine scharfe Laksa-Suppe und abends Chili Crab, Satay oder Char Kway Teow (gebratene Reisnudeln). Jede Bude hat ihr Spezialrezept, oft seit Generationen perfektioniert.
Berühmt sind z.B. das Maxwell Food Centre (probier den Hühnerreis!), das Lau Pa Sat im Finanzdistrikt (nachts verwandelt sich die Straße daneben zur Satay-Grillmeile) oder das quirlige Newton Food Centre (bekannt aus „Crazy Rich Asians“).
15. Streetart – Open-Air-Galerien in der Stadt
Augen auf, Kamera bereit – die Straßen von Singapur verwandeln sich in bunte Open-Air-Galerien, wenn Du nur genau hinschaust! Streetart gibt der super sauberen Stadt einen Spritzer Farbe und ganz viel Charakter.
Hast Du zum Beispiel die riesigen Murals in Kampong Glam bemerkt? Oder die verspielten Wandgemälde in Little India, die Szenen des Alltags und der Geschichte darstellen? Ich liebe es, durch die Viertel zu schlendern und unerwartet auf Kunstwerke zu stoßen. Man fühlt sich fast wie ein Entdecker auf Schatzsuche: Hinter jeder Ecke könnte das nächste fotogene Graffiti warten.
Meine Highights
16. National Gallery Singapore – Kunst trifft Kolonialarchitektur
Keine Lust auf langweilige Museen? Dann lass Dich vom Gegenteil überzeugen: Die National Gallery Singapore ist alles andere als trocken. Schon das Gebäude selbst ist ein echtes Juwel – eine Fusion aus zwei historischen Kolonialbauten (dem ehemaligen Supreme Court und dem Rathaus), verbunden durch moderne Glas- und Stahlelemente.
Obwohl ich mich nicht als Kunstexpertin bezeichnen würde, habe ich hier Stunden verbracht. Die Galerie zeigt die größte Sammlung südostasiatischer Kunst – von farbenfrohen Gemälden singapurischer Künstler bis zu bedeutenden Werken aus der ganzen Region.
Besonders beeindruckt hat mich eine Ausstellung über Singapurs Weg in die Unabhängigkeit, dargestellt durch kraftvolle Gemälde und historische Fotografien. Ich ertappte mich dabei, wie ich vor einem monumentalen Ölgemälde stand und richtig Gänsehaut bekam, weil es so viel über die Geschichte dieses Stadtstaates erzählte.
Und dann diese Dachterrasse! Hast Du schon mal Kunstpause mit Panoramablick gemacht? Im obersten Stock gibt es ein schickes Café mit Terrasse, von dem aus Du den Padang (die große Grünfläche davor) und das glitzernde Marina Bay Sands sehen kannst – perfekt, um all die Eindrücke sacken zu lassen.
17. National Museum of Singapore – Zeitreise durch Singapurs Geschichte
Um die Seele einer Stadt zu verstehen, lohnt ein Blick in ihre Vergangenheit. Das National Museum of Singapore ist dafür der richtige Ort. In einem wunderschönen, kolonialen Gebäude mit moderner Glasrotunde wird hier Singapurs Geschichte multimedial erzählt.
Ich bin eigentlich kein Hardcore-Museumsgänger, aber diese Ausstellung hat mich gefesselt. Mit lebensgroßen Nachbauten, Filmsequenzen, Geräuschkulissen und interaktiven Stationen durchläufst Du die Epochen: von der malaiischen Sultanat-Zeit über die britische Kolonialära, den dramatischen Krieg und die Besatzung bis hin zur überraschend bewegenden Geschichte der Unabhängigkeit in den 1960ern.
18. Asian Civilisations Museum – Kultur zwischen Ost und West
Wusstest Du, dass Singapur ein echter Schmelztiegel der Kulturen ist? Das Asian Civilisations Museum (ACM) bringt genau das auf den Punkt – besser könnte ein Museum die Vielfalt Asiens kaum präsentieren. In einem eleganten kolonialen Gebäude am Singapore River gelegen, führt Dich diese Sammlung durch Jahrtausende und über Kontinente.
Ich bin ehrlich: Anfangs war ich mir nicht sicher, ob mich noch ein Museum begeistern kann, aber schon in den ersten Minuten im ACM wurde ich eines Besseren belehrt. Sehenswürdigkeiten in Singapur, die Kultur und Geschichte verbinden, haben hier ihren Höhepunkt gefunden.
Von der alten chinesischen Jade bis zur islamischen Keramikkunst – im ACM gibt es an jeder Ecke etwas Neues zu entdecken. Besonders hängen geblieben bin ich in der Galerie über den maritimen Handel: Dort liegt tatsächlich ein komplettes Schiffswrack aus dem 9. Jahrhundert, vollgepackt mit erstaunlich gut erhaltenen Schätzen – Geschirr, Gewürze, sogar Gold. Ich stand da mit großen Augen und stellte mir vor, wie dieses Schiff vor über 1100 Jahren Richtung Fernost segelte.
Ein anderer Lieblingsraum von mir beleuchtet die verschiedenen Religionen Asiens: Prächtige Statuen hinduistischer Gottheiten stehen neben filigranen buddhistischen Relikten und kunstvoller islamischer Kalligrafie – ein Nebeneinander, das genau zu Singapur passt, diesem Treffpunkt zwischen Ost und West.
19. ArtScience Museum – Wo Kunst auf Zukunft trifft
Hast Du schon mal ein Museum besucht, das selbst wie ein Kunstwerk aussieht? Das ArtScience Museum in Singapur begrüßt Dich mit einem riesigen, weißen Lotusblüten-Design – da staunst Du schon, bevor Du überhaupt drin bist! Dieses markante Gebäude neben dem Marina Bay Sands kombiniert, wie der Name sagt, Kunst und Wissenschaft auf geniale Weise.
Ich war zuerst skeptisch: Kunst und Wissenschaft? Klang nach einer schrägen Mischung. Aber kaum hatte ich die erste Ausstellung betreten, wurde ich wie magisch hineingezogen. Singapur Highlights gibt es viele, doch dieses Museum ist wirklich etwas Besonderes.
Eine der Dauerausstellungen heißt Future World – und genau dorthin hat sie mich entführt: in die Zukunft. Stell Dir vor – digitale Blumen blühen unter Deinen Füßen auf, Wände reagieren auf Deine Berührung mit farbenfrohen Mustern und Kinder (okay, und Erwachsene wie ich) jagen leuchtenden Animationen hinterher.
Plane etwa zwei Stunden pro Ausstellung ein, damit Du alles in Ruhe ausprobieren kannst – vieles ist interaktiv und macht richtig Laune, da willst Du nicht im Zeitstress durchhetzen. Preislich liegst Du je nach Ausstellung bei etwa 20–30 SGD pro Erwachsenen; Kombitickets für mehrere Ausstellungen lohnen sich, wenn Dich alles interessiert.
20. St. Andrew’s Cathedral – Weißer Riese im Herzen der City
Mitten zwischen Wolkenkratzern und Shoppingmalls plötzlich eine strahlend weiße Kathedrale – hättest Du das in Singapur erwartet? Die St. Andrew’s Cathedral ist wirklich ein Hingucker: ein anglikanisches Gotteshaus im neugotischen Stil, schneeweiß wie frisch gestrichen und umgeben von saftig grünem Rasen.
Ich gebe zu, ich musste zweimal blinzeln, als ich sie zum ersten Mal sah. Für einen Moment wähnte ich mich in England, bis mich das tropische Schwitzwetter schnell daran erinnerte, dass ich doch in Asien bin.
Neugierig schlich ich über den Rasen und durch das imposante Portal hinein. Sofort umfing mich kühle Luft und eine fast feierliche Stille – eine willkommene Pause vom Stadtlärm draußen. Die hohen Spitzbögen und bunten Glasfenster tauchen das Innere in ein sanftes Licht.
Ein freundlicher Aufseher erzählte mir, dass diese Kirche schon so einiges erlebt hat – von kolonialen Gottesdiensten bis zur Nutzung als Krankenhaus im Zweiten Weltkrieg. Und natürlich entdeckte ich die verzierten Gedenktafeln an den Wänden, die an berühmte Persönlichkeiten der Stadt erinnern (sogar Sir Stamford Raffles wird in einem der farbigen Fenster geehrt). Geschichte zum Anfassen, würde ich sagen.
21. Singapore River – Lebensader mit Geschichte
Bist Du bereit, den Puls von Singapur zu spüren? Dann folge dem Singapore River, der geschichtsträchtigen Lebensader der Stadt. Hier am Flussufer hat alles begonnen: Wo heute schicke Bars und Restaurants die Promenade säumen, klapperten vor 200 Jahren die Ochsenkarren und entluden Gewürze, Seide und Tee aus fernen Ländern.
Ich stelle mir gern vor, wie damals die Dschunken und Handelsschiffe dicht an dicht auf dem Wasser lagen – und genau das gelingt hier mit ein bisschen Fantasie ganz leicht. Sightseeing Singapur heißt eben nicht nur futuristische Hochhäuser bestaunen, sondern auch in die Vergangenheit eintauchen.
Dein Spaziergang am Singapore River
Heutzutage ist der Singapore River vor allem eins: ein großartiger Ort zum Flanieren und Genießen. Laufe vom Merlion-Park an der Mündung bis hoch nach Robertson Quay – unterwegs erzählen Infotafeln und Statuen die Geschichte des Flusses (halte Ausschau nach den lustigen Bronze-Jungs, die scheinbar kopfüber ins Wasser springen).
Ich startete meinen Spaziergang am historischen Cavenagh Bridge nahe der Flussmündung und schlenderte flussaufwärts.
Dabei zog mich das bunte Treiben förmlich mit: An der Uferpromenade von Boat Quay reiht sich ein Restaurant ans nächste – Fisch, Steaks, indisch, chinesisch, alles was das Herz begehrt – und die Tische direkt am Wasser laden zum Verweilen ein.
Weiter geht’s Richtung Clarke Quay, wo am Abend die Post abgeht: Die alten Lagerhäuser leuchten in allen Farben, aus den Bars wummert Musik und eine leichte Brise vom Wasser hält Dich angenehm kühl.
22. Spectra Lichter- und Wassershow – Gratis Spektakel an der Bay
Zum krönenden Abschluss jeden Abends in Singapur empfehle ich Spectra, die Licht- und Wassershow am Marina Bay Sands. Jeden Abend gegen 20 Uhr (und 21 Uhr) erwacht vor dem Hotel, direkt am Ufer, ein orchestriertes Schauspiel: Fontänen tanzen im Takt der Musik, Laser malen Muster in den Nachthimmel und farbige Lichter lassen Wasserwände zu Projektionsleinwänden werden.
Ich war beeindruckt, wie synchron und perfekt choreografiert diese 15-minütige Show ist – und das Beste: Sie kostet keinen Cent! Such Dir einfach am gegenüberliegenden Ufer (bei der Event Plaza) ein Plätzchen oder schau von der Helix-Brücke aus zu. Die Atmosphäre ist elektrisierend, wenn die ersten Töne erklingen und alle gespannt nach vorn blicken.
Bonus Tipp: Changi Airport
Einen Flughafen als Sehenswürdigkeit? In Singapur schon! Changi Airport wurde mehrfach als bester Flughafen der Welt ausgezeichnet – und das liegt nicht nur am Komfort. Hier kannst Du Stunden verbringen, ohne Dich zu langweilen.
Im Mittelpunkt steht “Jewel” Changi – ein futuristisches Glaskuppel-Gebäude direkt am Airport, in dem ein 40 Meter hoher Indoor-Wasserfall aus der Decke rauscht (HSBC Rain Vortex). Drumherum ein üppiger Indoor-Dschungel, Hängebrücken, Wanderwege, Einkaufspassagen – verrückt und faszinierend zugleich. Als ich dort ankam, musste ich erstmal staunen: Ein Wasserfall im Flughafen, wer hätte das gedacht?
Aber auch in den Terminals selbst gibt es viel: Schmetterlingsgarten, Kino, Schlafbereiche, Kunstausstellungen.
Singapur für Bierliebhaber
Bier in den Tropen? Immer her damit! Auch wenn Singapur nicht gerade als klassische Bierstadt bekannt ist, gibt es für Hopfenfreunde ein paar richtig gute Adressen, die Du nicht verpassen solltest. Ob Craft Beer, lokale Braukunst oder eiskaltes Lager im Streetfood-Ambiente – hier kommen meine Tipps, bei denen der Zapfhahn eine Hauptrolle spielt.
Prost, oder wie man hier sagt: Yam Seng!