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Sehenswürdigkeiten in Singapur: Meine 22 Highlights für den Little Red Dot

Singapur mag klein sein, doch langweilig? Keineswegs! Die Metropole ist voller Höhepunkte, die jeden Städtetrip unvergesslich machen.

In meiner Einführung erfährst Du, warum Singapur weit mehr ist als ein Finanzzentrum und was es mit dem Kosenamen Little Red Dot auf sich hat.

Außerdem gebe ich Dir einen Ausblick, welche Sehenswürdigkeiten in Singapur Dich in den kommenden Abschnitten erwarten. Bereit für eine virtuelle Entdeckungstour? Los geht’s!

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Singapur kompakt!

  • Land: Singapur
  • Region: Südostasien
  • Einwohner: Rund 6.000.000
  • Währung: Singapur-Dollar (SGD)
  • Sprache: Englisch, Malaiisch, Mandarin, und Tamil
  • Wahrzeichen: Marina Bay Sands, Merlion und Gardens by the Bay
  • Kulinarische Spezialitäten: Chili Crab, Hainanese Chicken Rice und Laksa
  • Aktivitäten: Abendlicher Bummel durch Clarke Quay, Erkundung von Chinatown und Erkundung von Sentosa Island

Singapur – oft als sterile Bankenmetropole verkannt – hat so viel mehr zu bieten, als man auf den ersten Blick denkt. Die Stadt ist ein multikultureller Schmelztiegel voller Kontraste: Futuristische Skylines treffen auf farbenfrohe Tempel, Streetfood-Paradiese auf Luxus-Shoppingmalls. Auf der Weltkarte mag Singapur nur ein kleiner Punkt sein, ein „Little Red Dot“. Doch dieser Punkt steckt voller Leben und Überraschungen.

Der Spitzname Little Red Dot kommt übrigens daher, dass Singapur auf vielen Karten nur als winziger roter Punkt auftaucht. Und dennoch findest Du hier eine ganze Welt im Mini-Format. Von historischen Vierteln über spektakuläre Gärten bis hin zu architektonischen Wunderwerken – Singapur vereint auf kleinstem Raum eine unglaubliche Vielfalt an Attraktionen. Gerade Asien-Einsteiger schätzen die Stadt: Singapur ist sauber, sicher, englischsprachig – Asien light im besten Sinne.

In diesem Artikel stelle ich Dir meine 22 Singapur Highlights vor – persönliche Favoriten, die Dir die Stadt von ihrer spannendsten Seite zeigen. Dich erwarten tipptopp Aussichtsplattformen, geheime Foodie-Hotspots und kulturelle Juwelen.

Meine Top 5 Singapur Sehenswürdigkeiten

  • Gardens by the Bay
  • Marina Bay Sands
  • Chinatown
  • Kampong Glam
  • Asian Civilisations Museum

1. Marina Bay Sands SkyPark – Panorama-Blick mit Gänsehaut-Faktor

  • 9/10 Punkte – Der SkyPark bietet eine der spektakulärsten Aussichten in ganz Asien und kombiniert Luxus, Architektur und Erlebnisse – nur der Preis drückt die Höchstwertung leicht.
  • Eintritt (Stand 2025): 32 SGD – etwa 22,- Euro (Nebensaison) und 36 SGD – etwa 25,- Euro (Hauptsaison)
  • Öffnungszeiten: Aussichtsplattform täglich von 11:00 bis 21:00 Uhr
  • Website
  • Instagram
Schwebende Architektur-Ikone: Das Marina Bay Sands thront über Singapurs Skyline – kein Durchschnittshotel!

Das Marina Bay Sands ist wohl das bekannteste Gebäude Singapurs – drei Hoteltürme, gekrönt von einer schiffsartigen Plattform. Als ich zum ersten Mal auf dem SkyPark im 57. Stock stand, blieb mir vor Staunen der Mund offen

In 200 Metern Höhe erwartet Dich ein 360°-Panorama, das seinesgleichen sucht. Du blickst auf die glitzernden Wolkenkratzer der Downtown, den Hafen und die grünen Oasen der Stadt. Sightseeing Singapur aus der Vogelperspektive – hier oben wird es Realität.

  • Mein Tipp: Besuche den SkyPark kurz vor Sonnenuntergang. So erlebst Du die Skyline erst im Tageslicht, dann in goldenes Licht getaucht und schließlich funkelnd im Dunkeln. Unvergesslich! Übrigens ist der Infinity-Pool auf dem Dach nur Hotelgästen vorbehalten. Aber keine Sorge: Auch von der öffentlichen Aussichtsplattform oder der Rooftop-Bar (z.B. im CE LA VI) genießt Du denselben Ausblick – nur eben mit einem kühlen Drink in der Hand.

2. Gardens by the Bay – Futuristische Gärten und Supertrees

  • 10/10 Punkte – Die Kombination aus Supertrees, Klimakuppeln und Lichtshows ist einzigartig und macht diesen Ort zu einem absoluten Must-See in Singapur.
  • Eintritt (Stand 2025): Einige Bereiche sind kostenlos zugänglich, für bestimmte Attraktionen fallen Gebühren an.
  • Öffnungszeiten: Gelände rund um die Uhr geöffnet
  • Details zu Gebühren und Öffnungszeiten in meinem Artikel über die Gardens by the Bay

Gardens by the Bay – Wo das Staunen blüht

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Natur trifft Zukunft: Leuchtende Supertrees im Gardens by the Bay – Avatar lässt grüßen!

Direkt neben dem Marina Bay Sands erstrecken sich die Gardens by the Bay, ein 101 Hektar großer Park der Superlative. Futuristische Baumriesen, die sogenannten Supertrees, ragen bis zu 50 Meter in den Himmel.

Als ich zwischen ihnen umherspazierte, fühlte ich mich wie in einem Sci-Fi-Märchenwald. Tagsüber beeindruckt die botanische Vielfalt – von Orchideen bis zu Kakteen – und abends verwandelt sich der Supertree Grove in ein Meer aus Lichtern.

Bei der kostenlosen Garden Rhapsody Show synchronisieren sich Musik und Lichter zu einer magischen Atmosphäre. Gänsehaut!

  • Mein Tipp: Bleib bis zum Einbruch der Dunkelheit, um diese Lichtshow mitzuerleben.

Neben den Supertrees gibt es zwei riesige Gewächshäuser: den Flower Dome mit Blüten aus aller Welt und den Cloud Forest (Nebelwald) mit dem höchsten Indoor-Wasserfall der Welt. Die klimatisierten Kuppeln sind ein Segen, wenn draußen die Tropensonne brennt – und ein Highlight für Pflanzenliebhaber.

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3. Merlion Park – Das Wahrzeichen mit Löwenkopf und Fischkörper

  • 8/10 Punkte – Als ikonisches Fotomotiv mit tief verwurzelter Symbolik gehört der Merlion zum Pflichtprogramm – auch wenn der Wow-Effekt eher kurz ausfällt.
Löwenbrunnen im Lichtermeer: Singapurs ikonischer Merlion spuckt Wasser vor der glitzernden Skyline

Kein Besuch in Singapur ohne ein Foto mit dem Wahrzeichen der Stadt: dem Merlion. Die weiße Statue mit dem Kopf eines Löwen und dem Körper eines Fisches bzw. einer Meerjungfrau steht im Merlion Park direkt am Ufer der Marina Bay. Sie spuckt unermüdlich eine Wasserfontäne in die Bucht und bewacht symbolisch die Stadt.

Warum Löwe und Fisch? Der Löwe steht für “Singha” (aus dem Sanskrit, Namensgeber Singapurs als “Löwenstadt”), der Fisch für die maritime Vergangenheit als Fischerdorf. Ein perfekt versinnbildlichtes Stück Stadtgeschichte!

Als ich das erste Mal vor dem Merlion stand, musste ich schmunzeln: Rund um mich herum versuchten Touristen, das perfekte Foto zu schießen – ob klassisch oder mit witzigen Posen. Ja, auch ich habe versucht, das Wasser “aufzutrinken”.

Von hier hast Du übrigens auch einen tollen Blick auf die Marina Bay Sands Towers gegenüber.

  • Mein Tipp: Komm früh morgens oder abends, dann ist das Licht am schönsten und die Menge etwas kleiner. Der Merlion ist übrigens kostenlos zugänglich – eine der Sehenswürdigkeiten in Singapur, die rund um die Uhr offen stehen.

4. Chinatown – Tempel, Streetfood und Tradition

  • 9/10 Punkte – Das Viertel bietet eine faszinierende Mischung aus Kultur, Geschichte und Kulinarik – authentisch, bunt und lebendig.

Singapurs Chinatown ist ein Fest für alle Sinne. Bunte Lampions spannen sich über engen Gassen, es duftet nach Räucherstäbchen und gebratenen Nudeln, und überall gibt es etwas zu entdecken.

Chinatown ist nicht nur ein Einkaufsviertel für Souvenirs (obwohl Du hier günstig schöne Mitbringsel findest), sondern vor allem kulturell spannend. Im prachtvollen Buddha Tooth Relic Temple etwa kannst Du einen Blick auf einen heiligen Zahn Buddhas werfen – ob echt oder nicht, die Atmosphäre in dem roten Tempel ist beeindruckend. Gleich um die Ecke steht der Sri Mariamman Tempel, der älteste Hindu-Tempel Singapurs, mit einer Fülle an bunten Götterstatuen am Eingangstor.

Als ich dort war, habe ich mich durch die Hawker Stalls der Maxwell Food Centre probiert – vom Hainanese Chicken Rice (Nationalgericht!) bis zum erfrischenden Zuckerrohrsaft.

  • Mein Tipp: Unbedingt am Streetfood kosten, z.B. die Tian Tian Huhnreis-Bude, berühmt aus TV-Dokus. Abends erwacht Chinatown nochmals neu: Dann öffnen Bars in restaurierten Shophouses und an der Chinatown Food Street brutzeln Satay-Spieße über Kohlefeuer.

5. Little India – Farbenrausch und curryscharfe Aromen

  • 8/10 Punkte – Farbenfroh, intensiv und voller Leben – Little India ist ein kulturelles Highlight, das allerdings sehr trubelig sein kann.
Buntes Kulturerbe: Das berühmte farbenfrohe Haus in Little India strahlt im Sonnenlicht

Willkommen in Little India, einem Viertel, das seinem Namen alle Ehre macht. Kaum steigst Du aus der MRT-Station, umhüllen Dich fremde Düfte: Curry, Jasminblüten, Räucherstäbchen. Die Straßen sind gesäumt von Geschäften, die Saris, Gewürze oder goldenen Schmuck verkaufen.

Ich fühlte mich plötzlich wie auf dem Subkontinent – der Trubel, die bunten Fassaden, Bollywood-Musik aus den Läden: Little India ist ein kleiner Kulturschock im positiven Sinne.

Bekanntestes Fotomotiv ist das Haus von Tan Teng Niah, eine einstige chinesische Villa, die quietschbunt in allen Regenbogenfarben gestrichen ist. Wirklich instatauglich! Einen Kontrast dazu bildet der Sri Veeramakaliamman-Tempel, ein Hindutempel, der der Göttin Kali geweiht ist – sein Eingangsturm ist übersät mit bunt bemalten Götterfiguren.

  • Mein Tipp: Schau in der Mustafa Centre vorbei – ein 24h-Kaufhaus, in dem Du alles bekommst, von Elektronik bis indischen Snacks, und das rund um die Uhr. Am Wochenende kann Little India sehr voll werden; unter der Woche morgens ist es ruhiger.

6. Kampong Glam – Arab Street & Haji Lane

  • 9/10 Punkte – Hier verschmelzen Tradition und Trend in perfekter Harmonie – besonders die Haji Lane macht diesen Ort so besonders.
Glänzende Kuppel, rosa Himmel: Die Sultan-Moschee in Kampong Glam ist ein architektonisches Highlight

Kampong Glam ist das malaiisch-arabische Viertel Singapurs – und eine meiner liebsten Gegenden zum Bummeln. Hier steht die majestätische Sultan-Moschee mit ihrer goldenen Kuppel, die in der Sonne glänzt. Schon von weitem sieht man sie über den niedrigen Shophouses thronen.

Die Muscat Street führt direkt darauf zu, gesäumt von Palmen – ein Anblick wie aus 1001 Nacht. Ich war beeindruckt, wie friedlich und doch lebendig die Atmosphäre dort ist: Tagsüber beten Gläubige, Touristen fotografieren die Architektur, und abends sitzen Leute in den arabischen Restaurants und rauchen Shisha.

Nur ein paar Schritte weiter tauchst Du dann in eine ganz andere Welt ein: die Haji Lane. Dieses Gässchen ist Streetart-Galerie und Hipstermeile zugleich. Bunte Wandmalereien überall – ich konnte gar nicht aufhören, Fotos zu machen. Stylishe Boutiquen, gemütliche Cafés und Bars mit Livemusik reihen sich hier aneinander.

  • Mein Tipp: Gönn Dir einen Kaymak-Toast (malaiische Süßigkeit) oder einen starken Kopi im berühmten Cafe am Eingang der Haji Lane, bevor Du durch die kleinen Läden stöberst.

7. Singapore Flyer – Riesenrad-Runde über der Stadt

  • 7/10 Punkte – Der Ausblick ist klasse, doch Preis-Leistung und das langsame Tempo machen ihn eher zum Extra statt zum Highlight für jeden.
  • Eintritt (Stand 2025): 40 SGD – etwa 28,- Euro
  • Öffnungszeiten: täglich von 10:00 bis 22:00 Uhr
  • Website
  • Instagram

Einmal gemütlich im Kreis drehen und dabei die ganze Stadt überblicken? Steig ein in den Singapore Flyer! Dieses Riesenrad – mit 165 Metern Höhe eines der größten der Welt – dreht seine Runden gemächlich am Rande der Marina Bay.

In den klimatisierten Glasgondeln kannst Du etwa 30 Minuten lang den Ausblick genießen, während einige der Attraktionen von Singapur wie der Merlion, das Marina Bay Sands und sogar die indonesischen Inseln am Horizont auftauchen.

  • Mein Tipp: Plane die Fahrt kurz vor Einbruch der Dunkelheit – Du startest bei Tageslicht und oben erwartet Dich ein funkelndes Lichtermeer. Für Fotofans bieten die sauberen Scheiben eine tolle Gelegenheit für Skyline-Shots ohne störende Gitter. Zugegeben, der Preis ist happig und wer unter Zeitdruck ist, kann den Flyer auslassen.

8. Esplanade – Die Durian-Oper am Wasser

  • 8/10 Punkte – Ein architektonisches Kuriosum mit Weltklasse-Kulturprogramm.

Was hat eine Stinkfrucht mit einem Opernhaus gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht viel – doch Singapur beweist Dir mit der Esplanade – Theatres on the Bay, dass selbst eine Durian zum architektonischen Highlight werden kann. Schon von weitem grinste ich übers ganze Gesicht, als ich die zwei riesigen, stacheligen Kuppeln am Ufer der Marina Bay erkannte.

Singapur Sehenswürdigkeiten der besonderen Art: Die Einheimischen nennen das Gebäude liebevoll “Durian”, und tatsächlich erinnert die Fassade an die berüchtigte Frucht. Im Inneren erwartet Dich allerdings kein strenger Geruch, sondern ein hochmodernes Opern- und Konzerthaus mit Weltklasse-Akustik.

  • Mein Tipp: Auf dem Dach wartet ein hübscher Rooftop-Garten mit toller Aussicht auf Dich. Wenn Du eine Vorstellung besuchst, denke an eine leichte Jacke, denn die Klimaanlage im Saal kann ordentlich aufdrehen.

9. Helix Bridge – Architektur trifft Aussicht

  • 9/10 Punkte – Futuristischer Spaziergang mit Wow-Blick, besonders bei Nacht

Hast Du schon einmal das Gefühl gehabt, durch Deine eigene DNA zu spazieren? Auf der Helix Bridge in Singapur kam ich mir genau so vor – und war begeistert. Diese futuristische Fußgängerbrücke windet sich in Doppelhelix-Form über die Marina Bay und verbindet den Stadtkern mit dem spektakulären Marina Bay Sands.

Tagsüber beeindruckt die Konstruktion durch ihre filigrane Stahlstruktur. Doch sobald die Sonne untergeht, erwacht die Brücke erst richtig zum Leben.

In der Dämmerung schaltet sich ein faszinierendes Lichterspiel ein – blaue und violettfarbene LED-Bänder, die der Helix einen magischen Glow verleihen. Kein Wunder, dass die Helix Bridge zu den beliebtesten Spots für Sightseeing in Singapur zählt – nachts ist sie einfach unvergleichlich schön.

  • Mein Tipp: Die Helix Bridge ist rund um die Uhr geöffnet und kostet keinen Eintritt – ideal für ein spontanes abendliches Date mit der Kamera. Am schönsten ist der Ausblick bei Sonnenuntergang und nachts, wenn die Lichter glitzern (romantischer geht Singapur kaum!). Vermeide die Mittagshitze.

10. Buddha Tooth Relic Temple – Ein Tempel wie aus dem Film

  • 9/10 Punkte – Ein visuelles und spirituelles Erlebnis mitten in Chinatown.
  • Eintritt (Stand 2025): für alle Besucher kostenlos
  • Öffnungszeiten: Tempel – täglich von 7:00 bis 17:00 Uhr und Museum – täglich von 9:00 bis 17:00 Uhr
  • Website
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Einen echten Zahn Buddhas sehen – klingt nach einer Szene aus Indiana Jones, oder? Tatsächlich behauptet der Buddha Tooth Relic Temple in Singapur, genau dieses Heiligtum zu beherbergen.

Als ich das erste Mal vor dem vierstöckigen, rot-goldenen Pagodenbau im Herzen von Chinatown stand, traute ich meinen Augen kaum: So viel Detailverliebtheit, so viele leuchtende Farben und filigrane Verzierungen, dass ich mich fühlte wie in einen historischen Film versetzt.

Drinnen wurde ich sogleich von einem intensiven Duft nach Räucherstäbchen empfangen. Im Erdgeschoss hallten leise Mantra-Gesänge durch die Haupthalle, wo unzählige goldene Buddha-Statuen im Schein der Lampions schimmerten.

Im obersten Stockwerk wartet dann das Herzstück: ein prunkvoller Schrein aus massivem Gold, in dem der legendäre Zahn liegen soll. Zu sehen bekommst Du ihn allerdings nur aus der Distanz hinter Glas – falls überhaupt, denn der Zugang zum Relikt ist streng limitiert.

Mein Tipp: Plane Deinen Besuch am Vormittag, wenn der Tempel weniger voll ist und Du in Ruhe alles anschauen kannst. Denk daran, Dich respektvoll zu kleiden – Schultern und Knie sollten bedeckt sein (zur Not werden am Eingang auch Sarongs zum Ausleihen angeboten). Fotografieren ist erlaubt, aber bitte ohne Blitz, um die andächtige Stimmung nicht zu stören. Nimm Dir Zeit, auch das Museum im zweiten Stock zu erkunden: Hier erfährst Du spannende Hintergründe zur buddhistischen Kultur in Singapur. Und ganz oben nicht den Dachgarten verpassen! Dort drehen sich bunte Gebetsmühlen im Wind und schenken Dir einen Moment der Ruhe über den Dächern von Chinatown.


11. Sri Mariamman Temple – Farbenfrohes Hindu-Heiligtum

  • 8/10 Punkte – Bunt, lebendig und voller religiöser Energie.
  • Eintritt (Stand 2025): für alle Besucher kostenlos
  • Öffnungszeiten: morgens – 6:00 Uhr bis 12:00 Uhr und abends – 18:00 Uhr bis 21:00 Uhr
  • Website
  • Instagram

Hast Du schon einmal einen Tempel gesehen, der aussieht, als hätte jemand einen Farbkasten darüber ausgeschüttet? Der Sri Mariamman Temple, mitten in Chinatown, zieht Dich mit seinem bunten Anblick sofort in den Bann.

Über dem Eingang ragt ein pyramidenförmiger Turm (Gopuram) in den Himmel, bedeckt mit dutzenden kunstvoll geschnitzten Götterfiguren in allen Farben des Regenbogens. Ich blieb erst mal mit offenem Mund davor stehen und ließ meinen Blick von unten nach oben wandern.

Drinnen geht das Staunen weiter: Im Innenhof des Tempels tummeln sich Gläubige, die Opfergaben wie Blumen und Kokosnüsse darbringen. Eine warme Mischung aus Räucherstäbchen-Duft, dem Klang klingelnder Tempelglöckchen und dem Murmeln von Gebeten erfüllt die Luft.

  • Mein Tipp: Achte wie immer auf angemessene Kleidung (auch hier gibt es Tücher am Eingang, falls Du spontan in Shorts auftauchst). Der Eintritt ist offiziell frei, aber eine kleine Spende wird gern gesehen – sie hilft beim Erhalt dieses historischen Ortes (übrigens ist dies der älteste Hindu-Tempel der Stadt).

12. Haji Lane – Singapurs coolste Straße

  • 9/10 Punkte – Streetart, Indie-Vibes und kreative Shops auf engstem Raum.

Lust auf Streetart, hippe Läden und einen Hauch von Arabien? Dann nichts wie hin zur Haji Lane – für mich ganz klar Singapurs coolste Straße! Mitten im muslimischen Viertel Kampong Glam gelegen, ist diese schmale Gasse ein kunterbunter Kontrast zum glitzernden Finanzdistrikt.

Schon beim Betreten der Lane fühlte ich mich wie in eine andere Welt versetzt: Bunte Wandgemälde schreien förmlich nach Deiner Kamera, aus kleinen Boutiquen dröhnt Indie-Musik und ein herrlicher Duft von frisch gebrühtem Kaffee liegt in der Luft. Sightseeing Singapur mal anders – nämlich kreativ und super entspannt.

Und natürlich wanderte mein Blick ständig über die Wände: Jedes Graffiti und jedes Mural hier ist ein kleines Kunstwerk, das die multikulturelle Seele Singapurs widerspiegelt. Instagram-Hotspot? Aber ja!

  • Mein Tipp: Abends verwandelt sich die Haji Lane nämlich in eine gemütliche Barmeile. Bunte Lichterketten spannen sich über der Straße, Live-Musik klingt aus den Bars und man sitzt mit einem kühlen Getränk einfach auf der Straße und genießt die tropische Nacht – absolut lässig!

13. Fort Canning Park – Ruhe im Grünen mit Geschichte

  • 8/10 Punkte – Tropisches Großstadtgrün mit geschichtlichem Tiefgang.

Brauchst Du mal eine Verschnaufpause vom Großstadtdschungel? Dann ab in den Fort Canning Park – eine grüne Oase voller Geschichte mitten in Singapur. Kaum steige ich die ersten Stufen hinauf auf den Hügel, umgeben von riesigen tropischen Bäumen und Vogelgezwitscher, vergesse ich fast, dass nur ein paar Meter weiter der Verkehr der City tost.

Stattdessen fühle ich mich wie in einem Mini-Dschungel: Schattige Pfade führen vorbei an duftenden Ingwerblüten und alten Mauern – Überreste einer kolonialen Festung. Hier kannst Du wunderbar durchatmen und zugleich spannende Kapitel der Stadtgeschichte entdecken.


14. Hawker Centers – Streetfood-Paradies für Feinschmecker

  • 10/10 Punkte – Authentischer, leckerer und günstiger kann man Singapur kaum schmecken – hier schlägt das kulinarische Herz der Stadt.
Satay-Spieße mit Erdnusssoße – in Singapurs Hawker Centers ein Gaumenschmaus zum Schnäppchenpreis

Wenn Du Singapur wirklich schmecken willst, führt kein Weg an den Hawker Centres vorbei. Diese offenen Food-Hallen sind das kulinarische Herz der Stadt. Dutzende Stände unter einem Dach bieten hier frisch zubereitete Gerichte aus allen Küchen Asiens – und das zu unglaublich günstigen Preisen.

Ich gerate jetzt noch ins Schwärmen, wenn ich an meine Besuche denke: morgens fluffige Kaya-Toast und Kopi zum Frühstück, mittags eine scharfe Laksa-Suppe und abends Chili Crab, Satay oder Char Kway Teow (gebratene Reisnudeln). Jede Bude hat ihr Spezialrezept, oft seit Generationen perfektioniert.

Berühmt sind z.B. das Maxwell Food Centre (probier den Hühnerreis!), das Lau Pa Sat im Finanzdistrikt (nachts verwandelt sich die Straße daneben zur Satay-Grillmeile) oder das quirlige Newton Food Centre (bekannt aus „Crazy Rich Asians“).

  • Mein Tipp: Keine Scheu, stell Dich in die Schlange, wo auch die Locals anstehen – das Essen dort wird Dich vermutlich umhauen. Und unbedingt ein Tablett mit verschiedenen Gerichten teilen, damit Du möglichst viel probieren kannst.

15. Streetart – Open-Air-Galerien in der Stadt

  • 8/10 Punkte – Bunte Wandgeschichten für urbane Entdecker und Fotografen.

Augen auf, Kamera bereit – die Straßen von Singapur verwandeln sich in bunte Open-Air-Galerien, wenn Du nur genau hinschaust! Streetart gibt der super sauberen Stadt einen Spritzer Farbe und ganz viel Charakter.

Hast Du zum Beispiel die riesigen Murals in Kampong Glam bemerkt? Oder die verspielten Wandgemälde in Little India, die Szenen des Alltags und der Geschichte darstellen? Ich liebe es, durch die Viertel zu schlendern und unerwartet auf Kunstwerke zu stoßen. Man fühlt sich fast wie ein Entdecker auf Schatzsuche: Hinter jeder Ecke könnte das nächste fotogene Graffiti warten.

Meine Highights

  • Eine meiner liebsten Entdeckungen war ein Wandbild in Chinatown (schau mal in den Gassen bei der Temple Street oder am Banda Street Park), das alte Straßenhändler in Aktion zeigt – so lebendig gemalt, dass ich für einen Moment dachte, ich wäre in der Vergangenheit gelandet.
  • In Little India (z.B. nahe der Hindoo Road und Belilios Lane) bin ich um die Häuserblocks gezogen, nur um all die farbenfrohen Werke zu finden: von Bollywood-Ikonen bis zu folkloristischen Mustern ist hier alles dabei.
  • Und natürlich Haji Lane in Kampong Glam, die wir schon kennen – dort ist wirklich jede Hauswand ein eigenes Kunstwerk. Ich erinnere mich an einen Nachmittag, als ich in der Arab Street stand, den Kopf in den Nacken gelegt: Über mir prangte ein riesiges Mural, das eine malaiische Frau mit traditionellen Mustern zeigte, strahlend vor einem tiefblauen Hintergrund.
  • Einige der besten Streetart-Spots findet man übrigens, indem man einfach den Einheimischen aufs Wort glaubt: Eine freundliche Café-Besitzerin schickte mich “da hinten um zwei Ecken” – und siehe da, ich stand vor einem versteckten Meisterwerk, das in keinem Reiseführer steht.

16. National Gallery Singapore – Kunst trifft Kolonialarchitektur

  • 9/10 Punkte – Ein Meisterwerk für Kunst- und Architekturfans mit Rooftop-Extra.
  • Eintritt (Stand 2025): 14 SGD – etwa 10,- Euro
  • Öffnungszeiten: täglich von 10:00 bis 19:00 Uhr
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Keine Lust auf langweilige Museen? Dann lass Dich vom Gegenteil überzeugen: Die National Gallery Singapore ist alles andere als trocken. Schon das Gebäude selbst ist ein echtes Juwel – eine Fusion aus zwei historischen Kolonialbauten (dem ehemaligen Supreme Court und dem Rathaus), verbunden durch moderne Glas- und Stahlelemente.

Obwohl ich mich nicht als Kunstexpertin bezeichnen würde, habe ich hier Stunden verbracht. Die Galerie zeigt die größte Sammlung südostasiatischer Kunst – von farbenfrohen Gemälden singapurischer Künstler bis zu bedeutenden Werken aus der ganzen Region.

Besonders beeindruckt hat mich eine Ausstellung über Singapurs Weg in die Unabhängigkeit, dargestellt durch kraftvolle Gemälde und historische Fotografien. Ich ertappte mich dabei, wie ich vor einem monumentalen Ölgemälde stand und richtig Gänsehaut bekam, weil es so viel über die Geschichte dieses Stadtstaates erzählte.

Und dann diese Dachterrasse! Hast Du schon mal Kunstpause mit Panoramablick gemacht? Im obersten Stock gibt es ein schickes Café mit Terrasse, von dem aus Du den Padang (die große Grünfläche davor) und das glitzernde Marina Bay Sands sehen kannst – perfekt, um all die Eindrücke sacken zu lassen.

  • Mein Tipp: Plan mindestens zwei bis drei Stunden ein, selbst wenn Du kein totaler Kunstfan bist – die Mischung aus Kunst und Geschichte in diesem Museum ist fesselnd. Die National Gallery ist auch eine prima Schlechtwetter-Option, dank Klimaanlage und Dach über dem Kopf. Der Eintritt kostet zwar etwas (ca. 20 SGD für Erwachsene, oft gibt es Kombitickets oder Rabatte), doch die Investition lohnt sich in meinen Augen.

17. National Museum of Singapore – Zeitreise durch Singapurs Geschichte

  • 7/10 Punkte – Modern, informativ und visuell stark – ein spannender Einstieg in Singapurs Geschichte, wenn Du Dir Zeit dafür nimmst.
  • Eintritt (Stand 2025): 10 SGD – etwa 7,- Euro
  • Öffnungszeiten: täglich von 10:00 bis 19:00 Uhr
  • Website
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  • Youtube

Um die Seele einer Stadt zu verstehen, lohnt ein Blick in ihre Vergangenheit. Das National Museum of Singapore ist dafür der richtige Ort. In einem wunderschönen, kolonialen Gebäude mit moderner Glasrotunde wird hier Singapurs Geschichte multimedial erzählt.

Ich bin eigentlich kein Hardcore-Museumsgänger, aber diese Ausstellung hat mich gefesselt. Mit lebensgroßen Nachbauten, Filmsequenzen, Geräuschkulissen und interaktiven Stationen durchläufst Du die Epochen: von der malaiischen Sultanat-Zeit über die britische Kolonialära, den dramatischen Krieg und die Besatzung bis hin zur überraschend bewegenden Geschichte der Unabhängigkeit in den 1960ern.


18. Asian Civilisations Museum – Kultur zwischen Ost und West

  • 9/10 Punkte – Ein spannender Kultur-Mix, der Singapurs Vielfalt verständlich macht.
  • Eintritt (Stand 2025): 12 SGD – etwa 8,- Euro
  • Öffnungszeiten: täglich von 10:00 bis 19:00 Uhr
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Wusstest Du, dass Singapur ein echter Schmelztiegel der Kulturen ist? Das Asian Civilisations Museum (ACM) bringt genau das auf den Punkt – besser könnte ein Museum die Vielfalt Asiens kaum präsentieren. In einem eleganten kolonialen Gebäude am Singapore River gelegen, führt Dich diese Sammlung durch Jahrtausende und über Kontinente.

Ich bin ehrlich: Anfangs war ich mir nicht sicher, ob mich noch ein Museum begeistern kann, aber schon in den ersten Minuten im ACM wurde ich eines Besseren belehrt. Sehenswürdigkeiten in Singapur, die Kultur und Geschichte verbinden, haben hier ihren Höhepunkt gefunden.

Von der alten chinesischen Jade bis zur islamischen Keramikkunst – im ACM gibt es an jeder Ecke etwas Neues zu entdecken. Besonders hängen geblieben bin ich in der Galerie über den maritimen Handel: Dort liegt tatsächlich ein komplettes Schiffswrack aus dem 9. Jahrhundert, vollgepackt mit erstaunlich gut erhaltenen Schätzen – Geschirr, Gewürze, sogar Gold. Ich stand da mit großen Augen und stellte mir vor, wie dieses Schiff vor über 1100 Jahren Richtung Fernost segelte.

Ein anderer Lieblingsraum von mir beleuchtet die verschiedenen Religionen Asiens: Prächtige Statuen hinduistischer Gottheiten stehen neben filigranen buddhistischen Relikten und kunstvoller islamischer Kalligrafie – ein Nebeneinander, das genau zu Singapur passt, diesem Treffpunkt zwischen Ost und West.

  • Mein Tipp: Nimm Dir ein bis zwei Stunden Zeit für das ACM und mach ruhig zwischendurch eine Pause im hübschen Museumscafé mit Blick auf den Singapore River.

19. ArtScience Museum – Wo Kunst auf Zukunft trifft

  • 9/10 Punkte – Kunst zum Staunen und Anfassen in spektakulärer Kulisse.
  • Eintritt (Stand 2025): Die Eintrittspreise variieren je nach Ausstellung und gewähltem Ticketpaket
  • Öffnungszeiten: Sonntag bis Donnerstag – 10:00 Uhr bis 19:00 Uhr,
    Freitag und Samstag – 10:00 Uhr bis 21:00 Uhr
  • Website
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  • Youtube

Hast Du schon mal ein Museum besucht, das selbst wie ein Kunstwerk aussieht? Das ArtScience Museum in Singapur begrüßt Dich mit einem riesigen, weißen Lotusblüten-Design – da staunst Du schon, bevor Du überhaupt drin bist! Dieses markante Gebäude neben dem Marina Bay Sands kombiniert, wie der Name sagt, Kunst und Wissenschaft auf geniale Weise.

Ich war zuerst skeptisch: Kunst und Wissenschaft? Klang nach einer schrägen Mischung. Aber kaum hatte ich die erste Ausstellung betreten, wurde ich wie magisch hineingezogen. Singapur Highlights gibt es viele, doch dieses Museum ist wirklich etwas Besonderes.

Eine der Dauerausstellungen heißt Future World – und genau dorthin hat sie mich entführt: in die Zukunft. Stell Dir vor – digitale Blumen blühen unter Deinen Füßen auf, Wände reagieren auf Deine Berührung mit farbenfrohen Mustern und Kinder (okay, und Erwachsene wie ich) jagen leuchtenden Animationen hinterher.

  • Mein Tipp: Schau vorher online nach, welche Ausstellungen gerade laufen, und buche Deine Tickets frühzeitig, denn am Wochenende können die Slots schnell ausgebucht sein. Das ArtScience Museum ist ideal für einen Vormittag oder verregneten Nachmittag, wenn Du dem Klima draußen entfliehen willst (drinnen ist es kühl, also nimm vielleicht ein leichtes Jäckchen mit).

Plane etwa zwei Stunden pro Ausstellung ein, damit Du alles in Ruhe ausprobieren kannst – vieles ist interaktiv und macht richtig Laune, da willst Du nicht im Zeitstress durchhetzen. Preislich liegst Du je nach Ausstellung bei etwa 20–30 SGD pro Erwachsenen; Kombitickets für mehrere Ausstellungen lohnen sich, wenn Dich alles interessiert.


20. St. Andrew’s Cathedral – Weißer Riese im Herzen der City

  • 7/10 Punkte – Ein ruhiger Rückzugsort mit kolonialem Charme
  • Der Eintritt ist frei, Spenden sind aber willkommen.

Mitten zwischen Wolkenkratzern und Shoppingmalls plötzlich eine strahlend weiße Kathedrale – hättest Du das in Singapur erwartet? Die St. Andrew’s Cathedral ist wirklich ein Hingucker: ein anglikanisches Gotteshaus im neugotischen Stil, schneeweiß wie frisch gestrichen und umgeben von saftig grünem Rasen.

Ich gebe zu, ich musste zweimal blinzeln, als ich sie zum ersten Mal sah. Für einen Moment wähnte ich mich in England, bis mich das tropische Schwitzwetter schnell daran erinnerte, dass ich doch in Asien bin.

Neugierig schlich ich über den Rasen und durch das imposante Portal hinein. Sofort umfing mich kühle Luft und eine fast feierliche Stille – eine willkommene Pause vom Stadtlärm draußen. Die hohen Spitzbögen und bunten Glasfenster tauchen das Innere in ein sanftes Licht.

Ein freundlicher Aufseher erzählte mir, dass diese Kirche schon so einiges erlebt hat – von kolonialen Gottesdiensten bis zur Nutzung als Krankenhaus im Zweiten Weltkrieg. Und natürlich entdeckte ich die verzierten Gedenktafeln an den Wänden, die an berühmte Persönlichkeiten der Stadt erinnern (sogar Sir Stamford Raffles wird in einem der farbigen Fenster geehrt). Geschichte zum Anfassen, würde ich sagen.

  • Übrigens gibt es ganz in der Nähe das kleine Café Taste of Tradition, falls Du nach Deinem Besuch eine entspannte Kaffeepause einlegen möchtest. Adresse: 13 Stamford Rd, B2-24 Capitol

21. Singapore River – Lebensader mit Geschichte

  • 9/10 Punkte – Flanieren, Schlemmen, Staunen – der Fluss erzählt Singapurs ganze Story.

Bist Du bereit, den Puls von Singapur zu spüren? Dann folge dem Singapore River, der geschichtsträchtigen Lebensader der Stadt. Hier am Flussufer hat alles begonnen: Wo heute schicke Bars und Restaurants die Promenade säumen, klapperten vor 200 Jahren die Ochsenkarren und entluden Gewürze, Seide und Tee aus fernen Ländern.

Ich stelle mir gern vor, wie damals die Dschunken und Handelsschiffe dicht an dicht auf dem Wasser lagen – und genau das gelingt hier mit ein bisschen Fantasie ganz leicht. Sightseeing Singapur heißt eben nicht nur futuristische Hochhäuser bestaunen, sondern auch in die Vergangenheit eintauchen.

Dein Spaziergang am Singapore River

Heutzutage ist der Singapore River vor allem eins: ein großartiger Ort zum Flanieren und Genießen. Laufe vom Merlion-Park an der Mündung bis hoch nach Robertson Quay – unterwegs erzählen Infotafeln und Statuen die Geschichte des Flusses (halte Ausschau nach den lustigen Bronze-Jungs, die scheinbar kopfüber ins Wasser springen).

Ich startete meinen Spaziergang am historischen Cavenagh Bridge nahe der Flussmündung und schlenderte flussaufwärts.

Dabei zog mich das bunte Treiben förmlich mit: An der Uferpromenade von Boat Quay reiht sich ein Restaurant ans nächste – Fisch, Steaks, indisch, chinesisch, alles was das Herz begehrt – und die Tische direkt am Wasser laden zum Verweilen ein.

Weiter geht’s Richtung Clarke Quay, wo am Abend die Post abgeht: Die alten Lagerhäuser leuchten in allen Farben, aus den Bars wummert Musik und eine leichte Brise vom Wasser hält Dich angenehm kühl.

  • Mein Tipp: Mach unbedingt eine abendliche Bootstour auf dem Singapore River. Die Boote starten z.B. bei Clarke Quay oder am Merlion-Park und drehen eine gemütliche Runde – für mich war das einer der magischsten Momente der Reise (Kamera nicht vergessen, die Fotomotive sind spitze!).

22. Spectra Lichter- und Wassershow – Gratis Spektakel an der Bay

  • 9/10 Punkte – Kurz, kostenlos und eindrucksvoll – die perfekte Möglichkeit, einen Sightseeing-Tag mit einem Wow-Effekt ausklingen zu lassen.

Zum krönenden Abschluss jeden Abends in Singapur empfehle ich Spectra, die Licht- und Wassershow am Marina Bay Sands. Jeden Abend gegen 20 Uhr (und 21 Uhr) erwacht vor dem Hotel, direkt am Ufer, ein orchestriertes Schauspiel: Fontänen tanzen im Takt der Musik, Laser malen Muster in den Nachthimmel und farbige Lichter lassen Wasserwände zu Projektionsleinwänden werden.

Ich war beeindruckt, wie synchron und perfekt choreografiert diese 15-minütige Show ist – und das Beste: Sie kostet keinen Cent! Such Dir einfach am gegenüberliegenden Ufer (bei der Event Plaza) ein Plätzchen oder schau von der Helix-Brücke aus zu. Die Atmosphäre ist elektrisierend, wenn die ersten Töne erklingen und alle gespannt nach vorn blicken.

  • Mein Tipp: Rechtzeitig da sein, um einen guten Platz zu ergattern, und vielleicht vorher ein Eis oder Getränk mitbringen – dann ist das Vergnügen doppelt schön.

Bonus Tipp: Changi Airport

  • 9/10 Punkte – Dieser Flughafen ist ein Erlebnis für sich – von Wasserfällen bis Shopping ist alles dabei, was den Abschied schwer macht.

Einen Flughafen als Sehenswürdigkeit? In Singapur schon! Changi Airport wurde mehrfach als bester Flughafen der Welt ausgezeichnet – und das liegt nicht nur am Komfort. Hier kannst Du Stunden verbringen, ohne Dich zu langweilen.

Im Mittelpunkt steht “Jewel” Changi – ein futuristisches Glaskuppel-Gebäude direkt am Airport, in dem ein 40 Meter hoher Indoor-Wasserfall aus der Decke rauscht (HSBC Rain Vortex). Drumherum ein üppiger Indoor-Dschungel, Hängebrücken, Wanderwege, Einkaufspassagen – verrückt und faszinierend zugleich. Als ich dort ankam, musste ich erstmal staunen: Ein Wasserfall im Flughafen, wer hätte das gedacht?

Aber auch in den Terminals selbst gibt es viel: Schmetterlingsgarten, Kino, Schlafbereiche, Kunstausstellungen.

  • Mein Tipp: Plane bei der Abreise etwas Extrazeit ein, um Jewel zu besuchen (falls Du es nicht schon bei Ankunft tust). Der Eintritt ist frei, nur für spezielle Attraktionen im Jewel zahlt man extra, aber allein der Anblick des Falls – besonders abends mit Lichtershow – ist einmalig. Für Asien-Einsteiger übrigens beruhigend: Changi ist super organisiert, mehrsprachig ausgeschildert und sauber.

Singapur für Bierliebhaber

Bier in den Tropen? Immer her damit! Auch wenn Singapur nicht gerade als klassische Bierstadt bekannt ist, gibt es für Hopfenfreunde ein paar richtig gute Adressen, die Du nicht verpassen solltest. Ob Craft Beer, lokale Braukunst oder eiskaltes Lager im Streetfood-Ambiente – hier kommen meine Tipps, bei denen der Zapfhahn eine Hauptrolle spielt.

  • Welcome Ren Min im Maxwell Food Centre
    Mitten im quirligen Maxwell Hawker Centre serviert der kleine Stand Welcome Ren Min eiskaltes, frisch gezapftes Bier – direkt neben den besten Streetfood-Ständen der Stadt. Ich habe mir dort ein kühles Lager geholt und dazu eine Portion Hainanese Chicken Rice – perfekte Kombi! Der Vibe ist herrlich unprätentiös: Plastikstühle, bunte Schilder, kaltes Bier und heiße Satay-Spieße.
  • Upward Taproom
    Versteckt im hippen Viertel Everton Park liegt das Upward Taproom – klein, aber fein! Die Auswahl an Craft Bieren aus Singapur und dem asiatisch-pazifischen Raum ist beeindruckend. Als ich dort war, gab’s IPA mit Litschi-Note und ein überraschend kräftiges Coffee-Stout.
  • Brewerkz One Fullerton
    Direkt an der Marina Bay gelegen, bietet Brewerkz One Fullerton nicht nur selbstgebrautes Bier, sondern auch einen tollen Blick aufs Wasser und den Merlion. Ich saß dort bei Sonnenuntergang, ein Pale Ale in der Hand, die Skyline spiegelte sich im Wasser – was will man mehr? Unbedingt die Kombu Truffle Fries probieren!
  • Mein Tipp: In Singapur ist Alkohol relativ teuer – nutze also Happy Hours oder probiere kleinere Gläser, wenn Du Dich durch mehrere Sorten kosten willst. Viele Bars haben übrigens auch lokale oder asiatische Biere im Angebot, die man sonst kaum bekommt.

Prost, oder wie man hier sagt: Yam Seng!


FAQ – Häufige Fragen zu Singapurs Sehenswürdigkeiten

  • Was sind die wichtigsten Singapur Sehenswürdigkeiten, die man gesehen haben muss?
    Zu den Top-Attraktionen zählen auf jeden Fall das Marina Bay Sands mit dem SkyPark (Aussichtsplattform), die Gardens by the Bay mit den Supertrees, der Merlion Park als Wahrzeichen, Chinatown und Little India für Kultur sowie Sentosa mit seinen Freizeitangeboten. Diese Singapur Highlights decken Skyline, Natur und Kultur ab – eine perfekte Mischung, um den Little Red Dot kennenzulernen.
  • Wie viele Tage sollte ich für Sightseeing in Singapur einplanen?
    Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Singapur empfehlen sich ca. 3–4 volle Tage. In dieser Zeit kannst Du die City in Ruhe erkunden: Marina Bay, Gardens by the Bay, Chinatown, Little India, Sentosa und Co. stehen dann entspannt auf dem Programm. Hast Du 5–7 Tage, umso besser – dann kannst Du auch weniger bekannte Attraktionen oder Museen besuchen und zwischendurch Pausen am Pool einlegen. Selbst ein kurzer Stopover von 1–2 Tagen lohnt sich, aber je mehr Zeit, desto mehr Singapore Feeling nimmst Du mit.
  • Welche Singapur Attraktionen sind kostenlos zugänglich?
    Erfreulich viele! Der Merlion Park kostet keinen Eintritt, ebenso das abendliche Lichterspiel Spectra an der Marina Bay und die Garden Rhapsody Lichtershow in den Gardens by the Bay. Auch die Supertree Grove (ohne Skyway) und die öffentlichen Parks wie Botanic Gardens oder East Coast Park sind gratis. In Chinatown und Little India kann man Tempel meist ohne Gebühr besuchen (Spenden sind gern gesehen). Singapur hat zwar auch teure Tickets, aber diese Tipps für Singapur zeigen: Man kann durchaus einiges umsonst erleben, vom Stadtspaziergang entlang des Singapore River bis zum Bummel auf Orchard Road.

Meine Singapur Tipps für Erstbesucher?

  • Auf jeden Fall! Erstens: Probiere Dich durch die Hawker Centres – das Essen ist köstlich und authentisch.
  • Zweitens: Nutze die effiziente MRT (U-Bahn) oder den Bus, um zwischen den Sehenswürdigkeiten in Singapur flott hin- und herzupendeln (eine aufladbare EZ-Link-Karte lohnt sich).
  • Drittens: Achte auf die örtlichen Regeln (kein Kaugummi wegwerfen, in öffentlichen Verkehrsmitteln nicht essen/trinken) – Singapur ist sehr sauber und diszipliniert.
  • Und viertens: Trau Dich, auch mal abseits der typischen Routen zu schauen, z.B. in Wohnvierteln wie Tiong Bahru (für Cafés) oder abends auf einen Rooftop-Ausblick.

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